24.10.2019

Josef Gais einstimmig wiedergewählt die Zukunft im Blick

Bildnachweis in der Bildmitte: Josef Gais (CSA Kreisvorsitzender), Thomas Erndl (MdB), Gabriela Römer (geschäftsführende Gesellschafterin AVS Römer), Christian Mandl (Vertriebsleiter AVS Römer)

Bildnachweis von links: Markus Dillinger (Schriftführer), Jürgen Schano (Kassenprüfer), Alfons Schinabeck (Beisitzer), Max Gibis MdL, Josef Gais (Kreisvorsitzender), Helga Weinberger (stellv. Landrätin), Christoph Weishäupl (Beisitzer), Dr. Elena Möhring (Beisitzerin), Susanne Möhring (stellv. Kreisvorsitzende), Oliver Antretter (Bezirksvorsitzender), Franz Josef Altenstrasser (Kassier), Thomas Erndl MdB, Tassilo Pichlmeier (stellv. Kreisvorsitzender), Eduard Schmid (Kassenprüfer), Ferdinand Fiedler (dahinter) © Bild: Josef Gais

CSA FRG wählt neuen Vorstand – Besuch bei AVS Römer hat alle beeindruckt

Anlässlich der geplanten Jahreshauptversammlung der christlich-sozialen Arbeitnehmerschaft in Reismühle (Grafenau) fand vorab eine Besichtigung und Werksführung bei der bayernweit kürzlich ausgezeichneten Firma AVS Römer GmbH & Co.KG in Grafenau mit Mitgliedern des CSA und Interessierten statt.

Ungefähr 30 Personen zeigten Interesse an diesem familiengeführten Unternehmen, das im September dieses Jahres unter 5399 Unternehmen bundesweit für seine herausragende Unternehmenskultur mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“, verliehen von der Oskar-Patzelt-Stiftung, ausgezeichnet wurde.

Die Vielfältigkeit von Produkten im Bereich Verschraubungen und Ventile, die großzügigen Räumlichkeiten für die Mitarbeiter und die Bereitstellung von kostenlosen Getränken für die Beschäftigten rund um die Uhr als ein Beispiel für die ausgezeichnete Unternehmenskultur beeindruckten die Teilnehmer. Frau Römer und ihr Vertriebsleiter Herr Mandl ließen es sich nicht nehmen, allen Interessierten auch detaillierte Fragen zu beantworten und die mehr als zweistündige Besichtigung höchst informativ zu gestalten. Der für das kommende Jahr geplante Ausbau der Firma auf fast die doppelte Werksfläche lässt für die Zukunft auch auf eine weitere Zahl von Arbeitsplätzen für Menschen aus der Region hoffen und gibt ein Beispiel engagierten Unternehmertums in Familienverantwortung im Bayerischen Wald.

Im Anschluss an die Besichtigung fand die Jahreshauptversammlung des CSA Freyung-Grafenau im Landhotel Postwirt in Rosenau statt. Der Kreisvorsitzende Josef Gais verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf die zahlreichen Aktivitäten der Vorstandschaft, nicht nur online und in sozialen Netzwerken, sondern insbesondere auch vor Ort mit den CSU Ortsverbänden. Es sei neben allen Möglichkeiten Menschen geografisch unabhängig online zu erreichen und zu informieren, der persönliche Kontakt mit den Mitbürgern vor Ort von zentraler Bedeutung. Herr Gais begrüßte unter den Anwesenden vier Neumitglieder im CSA. Max Gibis MdL, Thomas Erndl MdB, sowie die stellv. Landrätin Helga Weinberger und der Bezirksvorsitzende des CSA Niederbayern, Oliver Antretter, schilderten in der Versammlung ihre Einschätzung der aktuellen politischen Lage, wie auch die von ihnen erwarteten Aussichten wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen der kommenden fünf Jahre. Insbesondere die Tatsache, dass die Automobilindustrie und deren Zulieferer zunehmend in Bedrängnis gebracht werden, bewegte die Zuhörerschaft. Auch die Feststellung, das ab 2023 die Babyboomer-Generation der jetzt noch Erwerbstätigen in großer Zahl in die Rente gehen wird, ließ Sorgen bzgl. der Stabilität des Rentenbeitragssatzes, als auch des Erhalts des Rentenniveaus über 2023 hinaus bei 48% entstehen. Die beiden Abgeordneten hoben noch hervor, dass der aktuelle Hype um das Schlagwort „Klima“ in Medien und der öffentlichen Diskussion, eine sachliche Auseinandersetzung mit Fakten und Zielen erschwere. Sowohl Max Gibis, als auch Thomas Erndl betonten, dass bei aller notwendigen Sorge und damit verbunden zu ergreifenden Maßnahmen im Bereich Umweltschutz, Schonung der Ressourcen und Anpassung des Konsumverhaltens, wörtlich „mit Maß und Ziel“ gearbeitet werden müsse. Es könne nur gelingen einen nachhaltigen und zukunftweisenden Strukturwandel zu erreichen, wenn so wörtlich „alle Bürger entsprechend ihrer Tragfähigkeit“ mitgenommen werden. Die Anwesenden stimmte nachdenklich, dass 48 % aller Haushalte in Niederbayern mit Öl heizen und als eindrückliches Beispiel die „Oma mit einer alten Ölheizung“ genannt wurde, die auch bei jeglicher gut gedachten Förderung wird keine neue Heizung anschaffen können, dafür aber bei einer Verteuerung des Heizöls weniger wird heizen müssen. Auch wurde darauf verwiesen, dass eine Erhöhung der Pendlerpauschale um 5 Cent die Kostensteigerungen in der Lebenshaltung für Familienmenschen auf dem Land nicht abfangen könnte. Kinder müssten zu Kindergarten, Schule und Freizeitaktivitäten gefahren werden. Einkäufe und Besuche bei älteren Verwandten mit dem Auto wären ebenfalls nicht von einer Pendlerpauschale abgedeckt. Abschließend waren sich der Vorstand, die Abgeordneten und die Mitglieder einig, dass die sozialen und damit verbunden finanziellen Auswirkungen des geplanten Strukturwandels wieder mehr in den Fokus der politischen Diskussion gerückt werden müssen. Bei 2 % CO2-Ausstoß Deutschlands am Gesamtaufkommen in der Welt müssen bei der noch so gut gedachten Vorreiterrolle sehr genau „Maß und Ziel“ für eine alle Bürger gestaltbare Zukunft die Weichen gestellt werden.

Bei den in diesem Jahr wieder für zwei Jahre anstehenden Wahlen der Kreisvorstandschaft der christlich-sozialen Union Freyung-Grafenau wurden wiedergewählt: Josef Gais (Kreisvorsitzender), Susanne Möhring und Tassilo Pichlmeier (stellv. Kreisvorsitzende), Franz Josef Altenstrasser (Kassier), Markus Dillinger (Schriftführer), Eduard Schmid und Jürgen Schano (Kassenprüfer), sowie als Beisitzer Alfons Schinabeck, Christoph Weishäupl, Dr. Elena Möhring, Helga Weinberger, Ferdinand Killinger, Ernst Kandlbinder sowie Delegierte zur CSA Bezirksversammlung und CSA Landesversammlung.

Geschrieben von Susanne Möhring