30.05.2018

CSA zeigt soziale Verantwortung

CSA-Kreisvorstandssitzung in Reibersdorf

CSA-Kreisvorsitzender Georg Schwarzfischer-Engel konnte zahlreich anwesende Kreisvorstandsmitglieder begrüßen. Man befasste sich zu Beginn der Sitzung vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales mit einigen Themen.

 

Es ist erfreulich, so die CSA-Kreisvorstandsmitglieder, dass sich das Sozialministerium sehr für soziale wichtige Themen sich einsetzen will: Das bayerische Familiengeld soll für Familien mit kleinen Kindern finanziell kraftvoll unterstützt werden, damit die Sprösslinge beste Startchancen haben. Das bayerische Familiengeld besteht für Wahlfreiheit. Alle Eltern erhalten diese Leistungen, unabhängig davon, ob das Kind eine Krippe besucht oder nicht. Schwarzfischer-Engel wies darauf hin, dass Eltern selbst am besten wissen, ob sie das Geld für den Elternbeitrag in Kita oder andere Förderangebote für ihr Kind ausgeben wollen.

 

Wer profitiert davon und in welcher Höhe? Vom bayerischen Familiengeld werden künftig alle Eltern von ein- und zweijährigen Kinder profitieren. Eltern werden mit 250 Euro pro Monat und Kind unterstützt. Ab dem dritten Kind gibt es 300 Euro monatlich. Das Familiengeld wird unabhängig vom Einkommen gezahlt. Das bayerische Familiengeld soll zum 1. September 2018 starten. Wer ein Elterngeld beantragt und bewilligt erhalten hat, muss keinen Antrag stellen.

 

Die CSA begrüßt, dass das bayerische Sozialministerium Menschen hilft, die obdachlos sind, die kein Dach über den Kopf haben, die in extremste Notlagen geraten, die ein Mensch erleben kann. Diesen Menschen muss von Seiten der Staatsministerin geholfen werden. Man wird mit den Vertretern der Bahnhofsmission und der Wohnungslosenhilfe in Bayern Gespräche führen sowie auch mit den Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Kommunen. Menschen, die in Not sind, sollen zukünftig nicht mehr in Bayern unter Obdachlosigkeit leiden.

 

Die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen hat eine große Bedeutung Hier will man mit Schritt vorankommen. Es werden weitere bayerische Frauenhäuser geschaffen werden, bzw. weiterentwickelt. Wichtig ist der Bereich der Gewaltprävention, denn hier besteht noch Fortentwicklungsbedarf.

 

Ein weiteres Thema ist Fort- und Weiterbildung. Sie ist unverzichtbar, um im nationalen und internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. Laut Staatsministerin Kerstin Schreyer soll die Weiterbildungsbeteiligung gesteigert werden. Sogenannte Bildungsschecks bis zu 500 Euro unterstützen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in kleineren und mittleren Unternehmen. Nur wer sich fortwährend weiterbildet hat auch in Zukunft Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

Ein wichtiges Thema war auch die Altersarmut. Jeder achte deutsche Bürger will länger arbeiten. Aber nicht weil der Beruf auch jenseits der Rentengrenze Erfüllung verheißt sondern aus Angst vor Altersarmut. Hier muss gegengesteuert werden, damit die Menschen von der Zuverlässigkeit der staatlichen Altersvorsorge überzeugt werden. Die CSA fordert die angekündigte Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent für immer. Die CSA fordert als weiteres die Einschränkung von Leiharbeitern, Befristungen und Minijobs sowie einen höheren Mindestlohn. Wir brauchen stabile gesellschaftliche Verhältnisse damit Ängste ausgeräumt werden. Die Zuversicht muss wieder wachsen, dass die Rente ein angemessener Lohn für Lebensleistungen und nicht nur Almosen ist.

 

Ein wichtiges Thema ist: Mehr Pflege braucht unser Land! Auf Grund des demographischen Wandels, einer steigenden Erwartungshaltung in der Bevölkerung führte dies über alle Bereiche der professionellen Pflege in den letzten Jahren zu einer Verschärfung des Pflegepersonals. Pflegende sind vor allem in den Bereichen der stationären Altenpflege, ambulanten häuslichen Pflege der Kranken- und  Behinderungspflege beschäftigt. Trotz der Unterschiede in den Schwerpunktaufgaben sind die Probleme in allen Bereichen oftmals ähnlich. So sind derzeit in Deutschland 38.000 Stellen in der Pflege unbesetzt. In Bayern ist bis 2030 eine Versorgungslücke von rund 14.000 Vollzeitstellen in Krankenhäusern, in der ambulanten Pflege und in der stationären Altenpflege fehlen sogar 48.000 Fachkräfte.

 

Die CSA begrüßt, dass durch die Initiative des Pflegebevollmächtigten Westerfellhaus, das Bundesgesundheitsministerium zur Bekämpfung der Personalnot in der Pflege handelt. Es ist ein erfreuliches Signal in der Berufsgruppe, dass die Bundesregierung erste konkrete Schritte unternehmen will um die Berufsflucht aus der Pflege zu stoppen und in die Berufsangehörigen und ihr Arbeitsumfeld investieren will, sagt Georg Schwarzfischer-Engel.

 

Besonders innovativ ist der Vorschlag der Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 80 Prozent bei vollem Lohnausgleich. Es ist ein wichtiges Angebot an diejenigen, die trotz der wichtigen Umstände im Beruf ausgehalten haben. Nur durch bessere Arbeitsbedingungen kann der aktuelle Trend zum stufenweisen oder vollständigen Ausstieg umgedreht werden. Das erfordert auch Veränderungen bei der Arbeitsorganisation und gute Führung. Er fordert aber vor allem eine bessere Stellenausstattung in allen Versorgungsbereichen, sowie ein anschlussfähiges und sinnvolles Bildungskonzept, die in die berufliche Autonomie münden. 

 

CSA Kreisvorsitzender Georg Schwarzfischer-Engel informierte, dass am 14. Juli 2018 um 11 Uhr ein Pflegekongress von CSA, FU, GPA und SenU im Audi Sportpark Ingolstadt stattfindet.

 

Ferner findet am 13. Juni 2018 um 19.30  Uhr  im Landgasthof  Wurm  in Bärndorf  die CSA Jahreshauptversammlung  mit  dem anschließenden Vortrag vom Vdk- Geschäftsführer Markus Gabauer über das Thema Aktuelles Rentenrecht statt.